Swift Canoes
Kommentar ccb : Der Klassiker, mit Swift Ausstattung jung wie noch nie!
Dem Original sehr nahe, kommt diese Schöpfung von David Jost. Federleicht und trotzdem robust sind die Laminate in Kevlar und Carbon – der vielleicht beste Prospector, der je gebaut wurde!
Swift bat den classic boat designer David Yost im Herbst 2005 einen Prospector, ähnlich dem legendären Chestnut Prospector, zu entwickeln. Wir stellten das Ergebnis im Swift-typischen Trimsystem und Fusion Laminaten vor, die ersten Feldversuche brachten klare Reviews. Wenn Sie sich für den klassischen Prospector interessieren, ist Testpaddeln ein Muss!
Solospielchen am Abend: Greg testet den Prospector 16.
Was auffällt:
Bei wenig Zuladung kommt der Bug bereits mit minimalem Aufkanten aus dem Wasser, das Heck folgt bald, bei starkem Aufkanten sogar die gesamte Kiellinie.
Natürlich ist das zum Style-Paddeln ein Spaß. Eigentlich muß die ganze Höhe der Seitenwand nicht annähernd ausgenutzt werden denn: das Kanu dreht schon bei Kantung bis zur Seitenlinie extrem leicht, außerdem entsteht bei strakem Aufkanten bei schneller Fahrt eine leicht spritzige Welle am Bug ( oder sollte ich sagen “an der Wange”) und die Tiefe der Form bringt das Tragjoch nahe an die Ellbogen.
Die Form der benetzten Fläche ändert sich dabei dramatisch: sie wird sehr verkürzt, wird zur asymmetrischen Tropfenform. Extrem verzerrt sich diese, wenn nicht aus der Mitte gepaddelt wird.
Das Kanu verkehrt vom Vordersitz aus zu paddeln ist offensichtlich ohne Zuladung völlig unsinnig.
Wie sieht das beim der Tagestour, oder einer langen Ausfahrt aus?
Wir sind uns einig: wenig Aufkanten genügt, aber es sollte unbedingt aus der Mitte gepaddelt werden, um sich nicht die Bugschläge zu verderben. Zuladung verträgt die Form für Solopaddler fast unbegrenzt, auch wenn dieser Prospector von David Yost weniger als Lastesel, sondern etwas schlanker, deutlich flotter und viel agiler gebaut wurde.



