//AOC 2012

AOC 2012

Als ich mich fortstehle, ist noch Ruhe im Camp, nur Dirk ist schon da, murmelt was, ich denke Freundliches. Jörg hat sicher nichts dagegen, wenn ich seinen „Eaglet” ausprobiere, ein gutes Fahrzeug zum entspannten Wandern und Fotografieren. „Wet feet” ist Ehrensache, das Wasser ist nicht kalt. Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Dunst aufleuchten, wärmen angenehm den        Rücken, in der noch kalten Morgenluft. Sind ja legendär, die Vögel – was Sex betrifft – denke ich , als ich die vielen
Vogelstimmen auf der Insel wahrnehme. Ich bin aber überzeugt, die singen nicht nur um Anzubandeln, nein, einfach aus Freude an der Musik. Wie Jörg gestern Abend, bei seinem einzigartigen Gitarrekonzertkonzert, uns, aber auch sich selbst zur Feude.

Da, ein Kukuk in der Ferne. Eigentlich Unsinn hier an Geld zu denken. Diese Verbindung ist scheinbar so tief gelernt… Jetzt hämmert ein Specht, als wollte er eine neue Filiale eröffnen.

Von der Kirche, fern hinter dem Westufer des Sees klingen Morgenglocken herüber.

Am Ufer direkt: Werden und Vergehen wohin der Blick fällt. Alte Bäume modern unter dem Wasserspiegel, während Ihr Wurzelstock an Land, Halt für neues Leben gibt. Wertfrei, einfach als Tatsache möchte ich begreifen, was ich sehe. Wenige Dinge stehen so fest, wie der Kreislauf übers Jahr. Jetzt, mit allen denkbaren Grüntönen – besonders schön, die frischen, hellen – ist für mich die beste Zeit. Offen für Neues.

Neues, wie es Franzi in unser Kanufest bringt, im Kontrast zu liebgewordenen Ritualen, das Süppchen würzt.

Auf der kleinen offenen Wasserfläche zwischen Insel und Ufer, treibt eine Daune. Tanzt im kleinsten Windhauch, hüpft über die vom Kanu ausgehenden Wellen.  In der Linken das Paddel, rechts die kleine Fotokamera, so versuche ich ein Bildchen zu machen. Doch der Wind sieht mir auf die Finger, spielt mit Feder und mir Katz und Maus. Zu viele Wellen, Focus nicht im Ziel, zu weit weg, zu nah … beinahe bin ich versucht zu verzichten, verwende schließlich die Luvseite des Kanus als Windschutz, beim Wegdriften ist auch das Wasser hier für Augeblicke glatt. Irgendwann gebe ich mich zufrieden, weiß nicht ob ein Foto von vielen brauchbar ist, aber das ist auch gar nicht wichtig.

Am Weg zurück überlege ich, was heute Programm ist. Irgendwie ärgere ich mich über den Kärntenslogan: „Mach Urlaub bei Freunden”, sowas ist für einen Werbespruch zu schade. Denn ich freue mich, dass heute so viele hier sind, zum Paddeln, feiern oder einfach um hier zu sein.

Zurück im Lager, ist es noch immer ruhig –  ich bin Frühaufsteher.

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Weitere Berichte:

Jörg Wagners Gitarrenkonzert (mp3)

Nachlese des AOC

kanu kanu am Faaker See

Frühlingshafte Temperaturen, ein lieblicher See, jede Menge offene Canadier, gut gelaunte, interessante Menschen. Das sind einige Facetten des jährlichen Austrian Open Canoe Treffens am Faakersee.

Der Campingplatz Anderwald bildet dafür eine traumhafte Kulisse.
Danke Helmut Schierer (rundumadum – Bericht)  für die außergewöhnlichen Panoramen einzufangen.

© Helmut Schierer

 

 

2017-08-06T14:28:59+00:00